In 61 Tagen um die Welt

Ich muss es leider zugeben: 53 Länder in zehn Jahren, aber noch nie in nur einer Reise die Welt umrundet. Also wurde es höchste Zeit, und in zwei Wochen geht es schon los: 48 Tage Urlaub, 13 Tage Dienstreise in den USA, am Ende nach 61 Tagen auf Achse die Welt ein Mal umrundet. Für die vollen 80 Tage hat leider der eine oder andere Urlaubstag gefehlt… 😉

Hier der aktuelle Stand der Reiseplanung:

Alles beginnt in Peking

Dank einer Änderung der Visa-Regeln darf ich mich 72 Stunden ohne Visum innerhalb der Stadtgrenzen von Peking aufhalten. “Stadtgrenzen” ist in diesem Fall allerdings ein dehnbarer Begriff, die Stadt Peking erstreckt sich über eine Fläche der Größe Sloweniens…

72 Stunden reichen locker für einen Abstecher zum Tianamen-Platz und einem Abschnitt der chinesischen Mauer bei Badaling. Eigentlich würde ich Badaling wegen der vielen Touristen lieber vermeiden und an eine andere Stelle der chinesischen Mauer fahren, einige sind aber wegen Renovierungsarbeiten gesperrt und für andere muss man sehr viel mehr Zeit investieren.

Zwei Wochen in Südkorea

Ich habe insgesamt fünf Tage für Seoul eingeplant. Eine Wanderung auf die Spitze des Mount Bukhansan, den Baegundae Paek, und ein Abstecher zur demilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea sind natürlich mit dabei.

Danach geht es für zwei Tage nach Andong. Hier findet nicht nur das Andong Maskenfestival statt, auch Dosan Seowon, eine fast 450 Jahre alte konfuzianische Akademie, befindet sich etwa 45 Minuten entfernt.

In der früheren Hauptstadt Gyeongju werde ich drei Tage verbringen. Damit es zwischen den ganzen Tempeln und historischen Gebäuden nicht irgendwann langweilig wird, steht auch eine Wanderung auf die Spitze des Mount Namsan auf dem Plan.

Die “Rund”reise (eher eine Linie…) endet in der Küstenstadt Busan. Hier kann man gut am Strand liegen, aber es lässt sich sicher auch noch der eine oder andere Ausflug an der Küste organisieren.

25 Tage in Japan

Insgesamt neun Tage lang werde ich Tokio und die Umgebung (Kamakura, Hakone, Mt. Fuji) erkunden. Natürlich gibt es in so einer Großstadt mehr zu entdecken, als man in einem Jahr sehen könnte, und damit ich nicht ganz untergehe, habe ich mich bei einer Japanerin einquartiert, welche nebenbei Deutsch spricht. Eigentlich hatte ich auch mal zwei Semester Japanisch an der Uni, aber davon ist leider nicht mehr ganz so viel übrig… *hust*

Ganz besonders freue ich mich schon auf das Oeshiki Festival am Ikegami-Honmonji-Tempel am 12. Oktober. Während dieser Feier tragen etwa 3000 Menschen Laternen zum Tempel, etwa 300.000 Menschen sollen jedes Jahr dabei sein.

Von Tokio geht es weiter nach Nikko. Jedes Jahr findet dort am 17. Oktober der Hyakumonozoroe Sennin Musha Gyoretsu statt, der “Marsch der 1000 Samurai”. Über 1000 Teilnehmer in traditionellen Kostümen nehmen an dieser Prozession zum Toshogu-Schrein teil.

Die restlichen zwei Wochen hangele ich mich dann, mit einem JR Pass bewaffnet, das Shinkansen-Netz über Kyoto, Enryukuji, Osaka, Nara, Himeji, Hiroshima and Miyajima bis hinunter nach Nagasaki entlang.

Eine Woche in Taiwan

Auch wenn Taiwan auf den ersten Blick nicht so groß zu sein scheint, drängen sich hier fast 24 Millionen Menschen. Eine komplette Rundreise lässt sich in einer Woche natürlich nicht durchziehen, und Anfang November wird es im Süden an der Küste auch schon ungemütlich.

Deswegen werde ich mich auf die (Häuser-)Schluchten im Norden rund um Taipeh konzentrieren, im Yangmingshan-Nationalpark wandern und mit der Schmalspurbahn das Pingxi-Tal erkunden.

Über die USA nach Hause

Die jährliche Supercomputing-Konferenz findet dieses Mal in Denver, Colorado statt. Ich fliege also von Taipeh in die USA und kehre dann nach insgesamt 61 Tagen wieder nach Deutschland zurück.

Ich rechne mit insgesamt etwa 35.000 Kilometern, der Großteil davon natürlich mit dem Flugzeug und der Rest mit dem Zug.

Vorschläge? Ideen? Dann ab damit in die Kommentare 🙂

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